Themenbeet

Hildegard von Bingen

 

Hildegard von Bingen (* 16. September 1098, 17. September 1179) war Benediktinerin und Äbtissin des von ihr gegründeten Klosters Rupertsberg an der Nahe. Sie gilt als erste, aber nicht typische Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Sie korrespondierte mit hochgestellten Klerikern und weltlichen Machthabern, galt als Mahnerin und geschätzte Ratgeberin

 

Schon früh spezialisierte sich Hildegard von Bingen auf die Pflanzenkunde und die Anwendung ihres Wissens zur Heilung kranker Menschen, entsprechend der Regel des Hl. Benedikt. Die von ihr verfasste „Physica“ enthält präzise Studien einzelner Pflanzen und ihrer Wirkung, die den Rückschluss zulassen, dass Hildegard aus jahrelanger praktischer Erfahrung im Anbau und in der Anwendung von Heilpflanzen schöpfte.

 

Hildegard kann als erste Naturheilärztin der Neuzeit angesehen werden. Für sie besteht ein enger Zusammenhang zwischen geistiger und körperlicher Gesundheit. Ihre Anwendung von Heilkräutern geschieht immer im Zusammenhang mit einer Betrachtung der Lebensweise. Neben der Kräuterheilkunde spielt für sie die Ernährungslehre eine zentrale Rolle, außerdem formulierte Hildegard erste psychosomatische Erkenntnisse.

 

Im Themenbeet „Hildegard von Bingen“ sind einige der Pflanzen zu sehen, die in den medizinisch-naturkundlichen Werken der Äbtissin besondere Erwähnung finden. Einige von ihnen werden bis heute zu medizinischen Zwecken genutzt.

 

 

 

 


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