Themenbeet

Färben mit Pflanzen

 

Hier betreiben wir ein wenig „Schönfärberei“…

Schon seit der Frühzeit setzt der Mensch Pflanzenextrakte zum Färben von Wolle und anderen Textilien ein. Aber auch zu anderen Zwecken fanden pflanzliche Farbstoffe Verwendung. Zur Körperbemalung, zum Haarfärben, zur Herstellung von Wandfarben oder sogar zum Einfärben von Speisen nahm man Pflanzenextrakte zu Hilfe.

Im Mittelalter waren leuchtende, kräftige Farben wie Rot und Blau nur mit hohem Aufwand herzustellen und deshalb dem wohlhabenden Adelsstand vorbehalten. Das einfache Volk kleidete sich in günstigere naturbelassene, braune oder schwarze Stoffe. Die Berufsbezeichnung „Schönfärber“ bezog sich auf diejenigen Färber, die mit teuren Farben und edlen Stoffen (z.B. Seide) arbeiteten, um leuchtend gefärbte Textilien herzustellen.

Im Themenbeet sind einige der wichtigsten Kulturpflanzen zu sehen, die traditionell in der Färberei verwendet wurden.

Seit dem Aufkommen chemisch-synthetischer Farbstoffe im Lauf des 19. Jahrhunderts ist Kleidung in klaren, leuchtenden Farben für jedermann erschwinglich. Das Wissen um das Färben mit Naturfarbstoffen ging aber zum Glück nicht ganz verloren – bis heute.

 

Das Färben mit pflanzlichen Farbstoffen verlangt je nach Stoff, verwendeter Pflanze und beabsichtigter Farbwirkung einiges an Spezialwissen. Die meisten Pflanzenfarbstoffe entfalten ihre Wirkung erst, nachdem sie einen komplexen Färbevorgang durchlaufen haben, zu dem z.B. die Vorbehandlung (Beize), das Färben selbst und die Nachbehandlung (Entwicklung) zählen.

 

Wer waren nun aber die „Schönfärber“?

 

 

 

 


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